Profil

Dr. Katharina M. Schröck ist Kulturwissenschaftlerin, sie forscht über und beschäftigt sich mit den Themenfeldern Theaterlandschaft, Kulturpolitik für die Darstellenden Künste, Kinder- und Jugendtheater sowie Partizipation und kulturelle Teilhabe.
2019 promovierte sie am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim mit einer theaterpolitischen Dissertation.
Sie ist Theaterreferentin im Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und leitet den dortigen Fachbereich „Darstellende Kunst und Kulturelle Bildung“.
Internationale Konferenzteilnahmen führten sie zur „ICCPR“ 2016 in Seoul, Südkorea und 2018 in Tallinn, Estland sowie zur Konferenz des „ITYARN“, 2017 in Kapstadt, Südafrika.
Ihr Diplomstudium der „Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis“ (ebenfalls Universität Hildesheim) schloss sie 2010 mit einer fallbezogenen Analyse kommunaler Kulturpolitik für Kinder- und Jugendtheater ab. Als freie Mitarbeiterin war sie unter anderem für die deutsche Sektion der ASSITEJ (Weltverband der Kinder- und Jugendtheater), das Staatstheater Mainz sowie für ZDFinfo und ZDFtheaterkanal tätig.

Monografien & Sammelbände

Landesbühnen als Reformmodell

Partizipation und Regionalität als kulturpolitische Konzeption für die Theaterlandschaft

Landesbühnen als Institution der Darstellenden Künste mit Reiseauftrag sind ein einzigartiges Konstrukt: Im Kerngeschäft der Kunst verpflichtet, agieren sie auf dem Gastspielmarkt, um der breiten Bevölkerung Theater zu ermöglichen. Teil­habe­gerechtig­keit ist ihre Existenzberechtigung, flächendeckende Grundversorgung ihre Begründung. Welche Konzepte liegen dieser Theaterarbeit zugrunde? Welche Rolle spielt dabei Partizipation? Und wo gibt es Diskrepanzen zwischen kulturpolitischer Idee und theaterpraktischer Realität? Erstmalig widmet sich eine Analyse umfassend dem Modell Landesbühne. Ausgehend von Fallbeispielen und Experteninterviews generiert Katharina M. Schröck dabei Erkenntnisse für Reformen der Theaterlandschaft.

2020, Transcript, ISBN: 978-3-8376-5083-9

Forschungsfeld Kulturpolitik. Eine Kartierung von Theorie und Praxis.

Festschrift für Wolfgang Schneider

Zwanzig Jahre lang hat Wolfgang Schneider als ordentlicher Professor für Kulturpolitik und als Direktor die Geschicke des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim gelenkt. Im Zentrum stand dabei von Anfang an, Theorie und Praxis miteinander zu denken und zu gestalten. Zahlreiche Forschungsprojekte wurden im Laufe der Zeit von ihm initiiert und betreut – immer auf der Suche nach den Anknüpfungspunkten und der Rückbindung der wissenschaftlichen Erkenntnisse an Kulturpolitik und die Künste.

Dieses Buch versammelt Beiträge von akademischen Weggefährt*innen, insbesondere von ehemaligen und aktuellen Doktorand*innen, und will damit eine Kartierung der Themenfelder und Perspektiven einer Hildesheimer Kulturpolitikwissenschaft vornehmen. Es versteht sich in diesem Sinne als Teil von Grundlagenforschung zur Kulturpolitik aus diversen Perspektiven eines kleinen Faches und als Impuls dieses Forschungsfeld weiterzudenken.

2019, Olms, Hrsg. von Daniel Gad, Katharina M. Schröck und Aron Weigl, ISBN: 978-3-4871-5795-5 (Open Access), DOI: 10.18442/033

Theater in der Provinz

Künstlerische Vielfalt und kulturelle Teilhabe als Programm

Wenn vom Theater die Rede ist, geht es meist um den urbanen Raum. Aber auch vorm Deich, auf dem Land und zwischen den Metropolen spielt sich Dramatisches ab – von Menschen für Menschen, in Bürgerhäusern und auf Dachböden, in Kirchengemeinden und auf Marktplätzen. Das Theater in der Fläche ist Spielort von Landesbühnen und Tourneetheatern sowie Amateurtheatern und freien Ensembles.

Die Publikation wirft einen konzentrierten Blick auf den ländlichen Raum in unserer Theaterlandschaft, lässt die Theatermachenden zu Wort kommen und fragt nach den Aufgaben, aber auch den Herausforderungen und Potenzialen. Wie gestalten Theateranbieter und Theaterveranstalter das Programm? Wie erreichen Landesbühnen und Gastspieltheater ein Publikum? Welche Projekte ermöglichen kulturelle Vielfalt und künstlerische Teilhabe? Welche Theaterpolitik braucht das Land?

2019, Theater der Zeit, Hrsg. von Wolfgang Schneider, Katharina M. Schröck und Silvia Stolz, ISBN: 978-3-9574-9195-9

Kulturpolitik. Macht. Kindertheater.

Kommunale Konzeptionen am Beispiel der Stadt Frankfurt am Main

Kulturpolitik und Kindertheater – überall, wo Theater für ein junges Publikum in unserer Kulturlandschaft stattfindet, treffen diese beiden Seiten aufeinander, und doch gibt es zu ihrem Verhältnis kaum Studien. In diesem Buch wird nun erstmalig darüber nachgedacht – am Fallbeispiel der Stadt Frankfurt am Main.

Die Autorin untersucht die dortigen kommunalpolitischen Rahmenbedingungen für Kinder- und Jugendtheater, die neueren kulturpolitischen Entwicklungen und die Perspektiven für ein Konzept der Kinderkultur. Analysiert werden parlamentarische Initiativen, Impulse der Kulturverwaltung und Experteninterviews: Ausgewählte Akteure der Kinder- und Jugendtheaterszene und der Frankfurter Kulturpolitik kommen zu Wort und nehmen Stellung zum Frankfurter Modell der Förderung von Kinder- und Jugendtheater.

2011, Peter Lang, ISBN: 978-3-6316-0670-4

Aufsätze & Artikel (Auswahl)

Teilhabe in der Provinz

Kulturelle Bildung auf dem Thespiskarren?

Als kulturpolitisches Instrument für Teilhabe-Ermöglichung agieren die Landesbühnen in urbanen Gegenden und in der Provinz; als Stadttheater mit Reiseverpflichtung bewegen sie sich in der Kulturlandschaft und auf dem Gastspielmarkt. Sie sollen Kunst verbreiten und vermitteln, kulturelle Bildungsprozesse anstoßen und als Dienstleister kulturelle Grundversorgung ermöglichen - und all das auf einigen wackligen Rädern quer durch die Fläche? Der Artikel beruht auf einem Vortrag anlässlich der Auftakttagung des Forschungsprojekts ?Schnittstellen zwischen Hochkultur und Kultureller Bildung? der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg. Er stellt Fragen nach dem Auftrag und der Idee von Landesbühne, nach dem Selbstverständnis und der Realität von partizipativer Arbeit in der Gastspieltheaterlandschaft Deutschlands.

In: Elfenbeinturm oder Kultur für alle? Kulturpolitische Perspektiven und künstlerische Formate zwischen Kulturinstitutionen und Kultureller Bildung. 2020, kopaed, ISBN: 978-3-96848-012-1

Kulturpolitische Praxis und Forschung in Wechselwirkung?

Ein Gedankenaustausch mit Meike Fechner über kulturpolitische Grundlagenforschung im Kinder- und Jugendtheater.

Der Forschungsansatz des Hildesheimer Instituts für Kulturpolitik verortet sich im Schnittfeld zwischen Theorie und Praxis: wissenschaftliche Erkenntnisse und alltägliche Praxis werden eng aufeinander bezogen und dienen der gegenseitigen Überprüfung. Das Kinder- und Jugendtheater lässt sich als Forschungs- und Handlungsfeld hierin verorten, kann einerseits von aktuellen Untersuchungen und deren Ergebnissen profitieren und gleichermaßen modellhaft Ansätze aufzeigen für eine (Weiter-)Entwicklung einer kulturpolitischen Theorie. Gemeinsam mit Meike Fechner, Geschäftsführerin des Verbandes der Kinder- und Jugendtheater, der ASSITEJ Deutschland, diskutiert die Autorin Perspektiven für die Kulturpolitikforschung und das Kinder- und Jugendtheater.

In: Forschungsfeld Kulturpolitik - eine Kartierung von Theorie und Praxis. Festschrift für Wolfgang Schneider. 2019, Olms, ISBN: 978-3-4871-5795-5 (Open Access), DOI: 10.18442/033

Die Zukunft der Landesbühnen.

Neue Formate in den Darstellenden Künsten.

Die Landesbühnen sind innerhalb der Theaterlandschaft ein wichtiger Akteur: sie sind mit ihrem Auftrag einer flächendeckenden Grundversorgung im Dienste einer Kultur für alle im ländlichen Raum unterwegs. Welche Potentiale liegen in diesem besonderen Konstrukt, welche Bedeutung hat ein öffentlich getragenes und beauftragtes Theater außerhalb der Metropolen und in welcher Weise könnte es sich zukünftig entwickeln? Diesen Fragen wird sich in diesem Artikel angenähert, der sich im Kontext zu den Forschungen zu einem Theater in der Provinz verortet.

In: Theater in der Provinz. Künstlerische Vielfalt und kulturelle Teilhabe als Programm. 2019, Theater der Zeit, ISBN: 978-3-9574-9195-9

Ein langer Atem für das Kinder- und Jugendtheater.

Katharina Schröck im Gespräch mit dem Intendanten Gordon Vajen.

Das Freie Theaterhaus Frankfurt in der Schützenstraße ist der Ort für Kinder- und Jugendtheater in der Mainmetropole. Aufgehend von einem Interview mit dessen Leiter, Gordon Vajen, skizziert die Autorin die Entwicklung des Hauses und die zugrunde liegende Idee eines Theaterhauses der Künstler*innen, welches die Darstellende Kunst für und mit jungen Menschen und die Kulturelle Bildung gleichermaßen vertritt, weiterentwickelt und für diese eintritt.

In: Starke Stücke. Theater für junges Publikum in Hessen und Rhein-Main. 2019, Theater der Zeit, ISBN: 978-3-9574-9193-0

Impulsgeber für die deutsche Theaterlandschaft?

„Freies“ Theater in Europa.

Ausgehend von den Beobeachtungen der Tagung „Independent Theatre in Contemporary Europe Structures – Aesthetis – Cultural Policy (Hildesheim, 2015), werden in diesem Artikel dort getroffene Aussagen über das Europäische Freie Theater reflektiert und auf die deutsche Theaterlandschaft bezogen, insbesondere auf Fragen von Kooperation und Partizipation.

In: Kulturpolitische Mitteilungen, Heft 152 I/2016

„Man muss das Haus rocken, dann verdient man was.“

Porträt von Lutz Hübner.

Im Gespräch mit dem Autor Lutz Hübner über das Schreiben für das Theater, die Arbeit für und mit dem Theater nähert sich die Autorin einer Beschreibung und Analyse der Arbeits- und Lebensbedingungen von Künstler*innen. Der Text ist entstanden im Kontext eines Forschungsprojektes des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim über die Situation von Künstler*innen in Deutschland.

In: Künstler ein Report. Porträts und Gespräche zur Kulturpolitik. 2014, Transcript, ISBN: 978-3-8394-2287-8, DOI: 10.14361/transcript.9783839422878.53

„Theaterarbeit ist mehr als ein Teil der Summe.“

Porträt von Angelika Sieburg.

Ein Gespräch mit der Theatermacherin Angelika Sieburg über Theaterarbeit, Kultur- und Künstler*innen-Förderung und das (Spannungs-)Verhältnis von Kunst und Leben – eine Annäherung ausgehend von den Fragen des Forschungsprojektes der Universität Hildesheim über die Situation von Künstler*innen in Deutschland.

In: Künstler ein Report. Porträts und Gespräche zur Kulturpolitik. 2014, Transcript, ISBN: 978-3-8394-2287-8, DOI: 10.14361/transcript.9783839422878.171

Welttag des Theaters für Kinder und Jugendliche.

2011 wurde in Deutschland erstmalig der von der ASSITEJ (Association Internationale du Théâtre de l’Enfance et la Jeunesse) initiierte und ausgerufene Welttag des Kinder- und Jugendtheaters gefeiert. Der Artikel beschreibt die Hintergründe des ersten Welttages und berichtet von der Berliner Veranstaltung, die zu diesem Anlass im Roten Rathaus statt gefunden hat.

In: Kulturpolitische Mitteilungen, Heft 132 II/2011

Vorträge & Konferenzbeiträge (Auswahl)

Rethinking theatre and its policy

Challenges and possibilities of the performing arts beyond the metropolises, exemplified by the German regional theatres.

Unveröffentlichtes Paper, Präsentation im Rahmen der Paper Session „Local production and clustering“ anlässlich der International Conference on Cultural Policy Research 2018, Tallinn, August 2018.

German regional theatres

Enabler of wide range participation or instrument for an outdated theatre concept?

Vortrag im Rahmen des Symposiums „Supportive system or repressing conditions? A critical questioning of concepts and structures for intercultural TYA“, Konferenz des International Theatre for Young Audiences Research Network, Mai 2017, Kapstadt.

Municipal cultural politics for theatre for young audiences

An impulse for the disussion

Intervention zum Vortrag „TYA in Germany since 2000 – developments, principles and impulses“ von Prof. Dr. Wolfgang Schneider an der School of Drama, Korean National University of Arts, Seoul, Juli 2016.

Performing Arts as Cultural Diplomacy.

Practices, Processes and Potentials.

Unveröffentlichtes Paper, Präsentation im Rahmen der Thematic Session „Cultural Diplomacy. Governmental structures and the participation of civil society.“ anlässlich der International Conference on Cultural Policy Research 2016, Seoul, Juli 2016.

The German „Landesbühnen“ – a prototype for „tribalisation of theatre“?

Significance of audience participation for the survival of theatre.

Unveröffentlichtes Paper, Präsentation im Rahmen der Paper Session „Cultural policy of participation“ anlässlich der International Conference on Cultural Policy Research 2016, Seoul, Juli 2016.

Theaterpolitik in Deutschland

zwischen Laboratorium, Risikoprämie und der Entdeckung einer Theaterlandschaft.

Impuls zum Vortrag „Die Rolle von Kunst und Kultur in Prozessen der Transformation Kulturpolitische Reformen in Deutschland“ von Professor Dr. Wolfgang Schneider, Duksung Women's University Seoul, Juli 2016.

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